Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 05.10.2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung des Dienstes terminkalender.biz zwischen der WOLQE GmbH, Heinrich-Lanz-Allee 4, 60437 Frankfurt am Main (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden.
(2) terminkalender.biz richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen. Der Kunde bestätigt bei der Registrierung, dass er als Unternehmer handelt.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
§ 2 Vertragsschluss
Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde die Registrierung abschließt und seine E-Mail-Adresse bestätigt. Für kostenpflichtige Tarife kommt der Vertrag mit Abschluss der jeweiligen Bestellung zustande.
§ 3 Leistungen
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden eine Online-Buchungsseite bereit, über die Dritte (nachfolgend „Gäste“) Termine beim Kunden buchen, absagen und verschieben können. Der Kunde legt Terminarten, buchbare Zeiten, Buchungsregeln und das Erscheinungsbild der Seite selbst fest.
(2) Der Anbieter versendet Bestätigungen, Erinnerungen und Absagen per E-Mail an Gäste und Kunden. Für die Zustellung ist der Anbieter nur bis zur Übergabe an den Mailserver verantwortlich.
(3) Hinterlegt der Kunde einen Kalender-Link, gleicht der Anbieter belegte Zeiten in regelmäßigen Abständen, derzeit alle 15 Minuten, ab. Termine, die zwischen zwei Abgleichen im Kalender des Kunden eingetragen werden, sind bis zum nächsten Abgleich noch buchbar. Ist der Kalender-Link nicht erreichbar, bleibt der zuletzt abgeglichene Stand bestehen.
(4) Auf Wunsch übernimmt der Anbieter Logo, Farbe und Schrift von einer vom Kunden angegebenen Website. Der Kunde stellt sicher, dass er die übernommenen Inhalte, insbesondere Logos und Schriften, für seine Buchungsseite nutzen darf.
(5) Der Anbieter darf Funktionen des Dienstes ändern, wenn dies wegen gesetzlicher oder behördlicher Vorgaben, zur Abwehr von Sicherheitsrisiken, wegen Änderungen bei eingebundenen Diensten Dritter (etwa Kalenderanbietern) oder zur technischen Weiterentwicklung erforderlich und für den Kunden zumutbar ist. Die Kernleistungen nach Absatz 1 und 2 bleiben dabei erhalten. Änderungen, die für den Kunden spürbar nachteilig sind, kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen vorher in Textform an; Kunden in kostenpflichtigen Tarifen können den Vertrag in diesem Fall bis zum Wirksamwerden der Änderung außerordentlich kündigen.
§ 4 Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit des Dienstes, sichert aber keine bestimmte Verfügbarkeit zu. Wartungsarbeiten führt er nach Möglichkeit zu nutzungsarmen Zeiten durch.
§ 5 Tarife und Vergütung
(1) Der Anbieter bietet einen kostenlosen Tarif und den kostenpflichtigen Tarif „Pro“ an, monatlich oder als Einmalzahlung („Pro Lifetime“). Leistungsumfang und Preise der Tarife ergeben sich aus der Preisseite in der bei Vertragsschluss beziehungsweise bei der Bestellung gültigen Fassung. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Während der Beta-Phase stehen allen Kunden die Funktionen von Pro kostenlos zur Verfügung. Der Anbieter kündigt das Ende der Beta-Phase mindestens vier Wochen vorher in Textform an. Danach nutzt der Kunde den kostenlosen Tarif, sofern er nicht ausdrücklich Pro bestellt; eine automatische Umstellung auf einen kostenpflichtigen Tarif findet nicht statt.
(3) Der Anbieter kann Umfang und Bedingungen des kostenlosen Tarifs mit einer Ankündigungsfrist von vier Wochen ändern. Bestehende Daten des Kunden bleiben dabei erhalten.
(4) Pro mit monatlicher Zahlung ist im Voraus für den jeweiligen Monat fällig. Bei „Pro Lifetime“ ist der Preis einmalig mit der Bestellung fällig.
(5) „Pro Lifetime“ berechtigt zur Nutzung der Pro-Funktionen für das Konto, mit dem bestellt wurde, ohne weitere Vergütung, solange der Anbieter den Dienst betreibt. Die Berechtigung ist nicht auf andere Konten übertragbar. Stellt der Anbieter den Dienst innerhalb von 24 Monaten nach der Zahlung ein, erstattet er dem Kunden den gezahlten Betrag anteilig für die nicht genutzten Monate dieses Zeitraums. Die Einstellung kündigt er mit einer Frist von mindestens drei Monaten in Textform an. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 8 Abs. 3) bleibt für beide Seiten unberührt.
(6) Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, darf der Anbieter die Pro-Funktionen sperren, wenn er die Sperre unter Setzung einer Zahlungsfrist von mindestens 14 Tagen in Textform angekündigt hat und die Frist fruchtlos verstrichen ist. Das Konto läuft dann im kostenlosen Tarif weiter. Die Sperre wird aufgehoben, sobald die offenen Beträge beglichen sind.
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist gegenüber seinen Gästen für die Verarbeitung ihrer Daten verantwortlich. Er informiert seine Gäste über die Datenverarbeitung, etwa in seiner eigenen Datenschutzerklärung, und erfragt in Buchungsformularen keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO), etwa Gesundheitsdaten, ohne die dafür erforderlichen Voraussetzungen zu erfüllen.
(2) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und informiert den Anbieter unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet.
(3) Der Kunde hält seine E-Mail-Adresse aktuell, damit Benachrichtigungen über Buchungen ihn erreichen.
(4) Der Kunde ist für die Inhalte seiner Buchungsseite verantwortlich, insbesondere für Texte, Logos, Schriften und Namen der Terminarten. Rechtswidrige Inhalte darf der Anbieter entfernen.
(5) Der Kunde darf den Dienst nicht für Werbung, Spam oder rechtswidrige Zwecke nutzen. Bei einem Verstoß darf der Anbieter die Buchungsseite sperren. Er informiert den Kunden vorher und gibt ihm Gelegenheit zur Abhilfe, es sei denn, ein sofortiges Eingreifen ist zur Abwehr eines Schadens für Dritte oder für den Dienst erforderlich; dann informiert er unverzüglich danach.
§ 7 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Im kostenlosen Tarif haftet der Anbieter, entsprechend dem gesetzlichen Haftungsmaßstab für unentgeltliche Leistungen, nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit; die Haftung nach Absatz 1 bleibt unberührt.
(4) Werden Benachrichtigungen verspätet oder nicht zugestellt, weil Dienste Dritter gestört sind, auf die der Anbieter keinen Einfluss hat (etwa E-Mail-Anbieter von Kunde oder Gast, Kalenderanbieter oder Netzbetreiber), hat der Anbieter dies nicht zu vertreten.
(5) Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
§ 8 Laufzeit und Kündigung
(1) Der kostenlose Tarif läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit beendet werden; der Kunde kann dazu sein Konto im Profil löschen.
(2) Pro mit monatlicher Zahlung läuft jeweils einen Monat und verlängert sich um einen weiteren Monat, wenn es nicht bis zum Ende des laufenden Monats gekündigt wird. Nach dem Ende läuft das Konto im kostenlosen Tarif weiter. „Pro Lifetime“ ist nicht ordentlich kündbar; der Kunde kann sein Konto jedoch jederzeit löschen, ein Anspruch auf Erstattung entsteht dadurch nicht. Kündigungen sind in Textform möglich, etwa per E-Mail an info@wolqe.co.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(4) Der Kunde kann seine Buchungsdaten jederzeit, auch vor einer Kündigung, im Kundenkonto als CSV-Datei exportieren. Nach Vertragsende löscht der Anbieter die Daten des Kunden nach Maßgabe von § 10 des Vertrags zur Auftragsverarbeitung, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 9 Datenschutz
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach Maßgabe der Datenschutzerklärung. Die Daten der Gäste verarbeitet der Anbieter im Auftrag des Kunden. Dafür gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, den die Parteien im Kundenbereich vor der ersten Nutzung des Dienstes abschließen und den der Kunde dort jederzeit abrufen kann.
§ 10 Änderungen dieser AGB
(1) Änderungen dieser AGB werden für bestehende Verträge nur wirksam, wenn der Kunde ihnen zustimmt, etwa durch Bestätigung beim nächsten Anmelden. Stimmt der Kunde nicht zu, gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort; beide Seiten können ihn dann nach § 8 ordentlich kündigen.
(2) Ohne Zustimmung darf der Anbieter nur Anpassungen vornehmen, die rein sprachlicher Natur sind oder durch eine Änderung der Rechtslage zwingend erforderlich werden und Leistung, Preis und Laufzeit nicht berühren. Er teilt sie dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mit.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Frankfurt am Main.
(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.